Freitag, Juli 13, 2007

Cachendes

Es ist wie ich es im letzten Post bereits geschrieben habe: Geocachen ist meine neue Leidenschaft! Wenn ich irgendwohin muss, sehe ich stets nach, ob in der Nähe zufälligerweise auch ein Cache liegt, den ich heben könnte. Spazierengehen ohne zu Cachen empfinde ich als 'Verschwendung'. Wenn ich rausgehe, möchte ich auch etwas finden. Ich werde sicherlich nicht zum Statistikcacher mutieren, dennoch verschafft es mir Genugtuung abends an meinem Rechner mehrere (!) Caches zu loggen.
Geocachen dient meiner Gesundheit und fördert meine Fitness. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie fix ich Berge herauf renne, nur weil mein GPS-Empfänger den Ort des zu suchenden Caches innerhalb von 75m ausweist. Dort angekommen, bücke ich mich, drehe und wende mich, um den Cache auch zu finden. Halswirbelsäulensyndrom hatte ich gestern, als ich noch Bloggerin war.
Muggels kümmern mich im übrigen recht wenig. Sollten es Passanten es merkwürdig finden, warum ich mit einem 'Handy' in der Hand ständig hin und her laufe, mit meinen Händen in Löchern grabe, auf dem Boden unter Bänken kniee - ich habe Spaß daran. Und wenn mich jemand fragt, was ich da mache, so beobachte ich seltene Eidechsen, Käfer oder Schnecken- weil, das mache ich auch immer wieder.
Darüber hinaus fördert das Geocachen auch meine Denkleistungen. Wo wäre ein geeignetes Versteck? Was ist die Lösung des Rätsels? Wie ist der Spoiler zu verstehen?
Und es fördert extrem meine Frustrationstoleranz: 4 Stunden durch die Gegend gewandert, Rätsel gelöst, Zwischenstationen gesucht und gefunden, aber dann am Ende - nichts. So sehr man auch sucht, Spoiler zur Hilfe nimmt, man findet die verdammte Dose nicht. Das nervt!
BÖSE, sehr BÖSE kann ich werden, wenn
- von Hundebesitzer ins Gebüsch geworfene Hundekottüten mich auf falsche Fährten bringen oder
- ich den Cache nicht finde, weil er nicht gemäß den Regeln versteckt ist (man beispielsweise 50 m querfeldein laufen 'muss' - und das mitten im Naturschutzgebiet) oder
- man mich freundlich und bestimmt daraufhin weist, dass ich mich nicht mehr auf dem Weg im Naturschutzgebiet befinde, wobei ich in solchen Fällen erst böse ("Aber ich suche einen Cache und bin kurz davor ihn zu finden. Bitte lassen Sie mich meinen Job tun!") und dann sehr reumütig und einsichtig werde ('Es ist ein Naturschutzgebiet und ich als Biolehrerin weiß wie wichtig sie sind. Blöd sind jetzt nur noch die Cacheowner, die sich nicht an die Regeln gehalten haben und mich zu Straftaten verführen.')
In meiner Kinderzeit spielte ich übrigens ein Spiel, dass so ähnlich war, wie Geocachen: Pfennig verstecken. Ein Kind (Cacheowner) versteckt einen Pfennig (Micro) in einem Zimmer. Sodann durften die anderen Kinder (Geocacher) das Zimmer betreten und nach dem Pfennig suchen. Wer ihn gefunden hatte, setzte sich still hin (Loggen). Wer am Ende immer noch suchte, dem halfen die anderen durch 'wärmer/kälter' (Spoiler). Ich habe dieses Spiel geliebt, genauso wie Ostereiersuche und Rallyes, die m. E. auch mit Geocachen eng verwandt sind.

17 Caches habe ich nun schon gefunden. Langsam bekomme ich Lust selbst einen oder zwei (?) zu legen. Nächste Woche gehe ich dies mal an. Es werden Lost-Places-Caches sein - meine absoluten Favoriten unter den Caches.

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